Gesunde Grillgewürze

Es ist äußerst einfach, eigene Grillgewürze selbst herzustellen. Diese werden aus verschiedenen Kräutern und Gewürzen gemischt und zu einer leckeren Marinade verarbeitet. Die beliebtesten Grillgewürzmischungen aus aller Welt bestehen aus lediglich 17 Einzelzutaten. Und diese haben Sie bestimmt schon im Küchenschrank.

Damit Sie nicht auf verschiedenen Webseiten nach Grillgewürzen suchen müssen habe ich Ihnen mit dieser Seite die komplette Sammlung an insg. 9 Grillgewürz-Rezepten zusammengestellt. Mit diesen Marinaden schmeckt ihr Fleisch würzig, feurig, pikant, süßlich oder gar exotisch. Los gehts!

Mit 17 Grundzutaten und Gewürzen um die Welt

Kräuter sind für Ihre Würzmischung besonders wichtig, weshalb Sie keinesfalls auf Rosmarin, Oregano und Thymian verzichten sollten. Auch Bohnenkraut und Kreuzkümmel gehören zu den 17 Grundzutaten dazu.

Klassische Grillwürzung

Paprikapulver, Salz und Pfeffer – ein Klassiker. Wagen Sie gerne neue Grillgewürze!

Mit Ingwergranulat können Sie das Ganze noch verfeinern. Wenn Sie möchten, lohnt sich hier auch der Griff zu der aphrodisierenden und heilenden Ingwerknolle. Hinzu kommen Zwiebelgranulat bzw. Zwiebeln sowie Knoblauchgranulat oder eine frische Knoblauchzehe. Rohrzucker eignet sich zum Süßen, Currypulver zum Würzen. Mit dem krampflösenden Zimt, der zugleich den Kreislauf anregt, können Sie die Grillgewürzmischungen abschmecken und ein paar Koriandersamen zum Verfeinern nutzen. Diese haben den Vorteil, dass sie bei Gelenkschmerzen und Erkältungen helfen sowie den Magen-Darm-Trakt unterstützen. Für das gewisse Maß an Schärfe sorgt zudem Senfsaat, der in 40 unterschiedlichen Sorten erhältlich ist.

Beim Würzen darf generell auch kein Salz sowie Pfeffer fehlen. Beim Salz sollten Sie zu Meersalz greifen und es vorsichtig dosieren. Das liegt daran, dass in unserem Essen bereits eine große Menge des täglichen Salzbedarfs enthalten ist. Beim Pfeffer sollten Sie zu ganzen Körnern aus der Mühle greifen, das hat übrigens auch beim Salz Vorteile, denn so lässt es sich besser verteilen. Neben dem normalen Pfeffer sollten Sie auch zu süßem Pfeffer, dem sogenannten Paprikapulver, greifen. Hier haben Sie die Wahl zwischen der milden „Edelsüß“-Variante und der scharfen „Rosenpaprika“-Würze. Verzichten sollten Sie zudem nicht auf gemahlenen Chili, welcher unter dem Begriff „Cayennepfeffer“ wohl besser bekannt ist.

Es kommt beim Würzen einzig und allein auf den Geschmack an und der ist bekanntlich bei jedem Menschen anders. Aus diesem Grund können Sie neben den 17 Grundzutaten weitere Gewürze beim Grillen einsetzen. Es lohnt sich, die Beilagen, wie Salat, Reis und Kartoffeln sowie Gemüse, mit Kräutern zu verfeinern. Besonders geeignet sind hierfür Petersilie, Majoran und Schnittlauch. Auch Cajun und Basilikum sowie mediterrane Öle sind bekannt dafür, den Dressings, Dips und Saucen ein leckeres und würziges Aroma zu verleihen. Denken Sie auch unbedingt daran, dass es beim Grillen nicht nur darum geht, das Fleisch zu würzen. Auch vegetarische Gerichte können Sie mit den Grillgewürzen aufpeppen. Zu allen Speisen schmecken gerade im Sommer herrlich frische und kalte Getränke, wie zum Beispiel Bier.

Wann wird das Grillgut idealerweise gewürzt?

Äußerst beliebt ist es, das Fleisch oder die vegetarischen Gerichte bereits vor dem Grillen zu würzen. Das nennt sich auch Trockenmarinieren und kann bis zu zwei Tage vor dem eigentlichen Grillvorgang stattfinden. Entscheiden Sie sich für diese Art zu würzen, sollten Sie das Fleisch unbedingt in Alufolie wickeln und es kühl lagern. Trockenmarinaden werden aufgrund des Zusatzes „Rub“ häufig in das Fleisch eingerieben. Auch nachdem das Fleisch auf dem Holzkohle- Elektro- oder Gasgrill oder auf dem Smoker lag, können Sie es würzen. Das geschieht meist mithilfe von Pfeffer oder der Salzblume, der Fleur de Sel. Einige Grillprofis schwören auch darauf, ihr Fleisch erst während des Grillens zu würzen, damit sich das Aroma besser entfalten kann.

Was die Deutschen am liebsten Grillen

In Deutschland sind die Grillvorlieben recht eindeutig. So grillen die meisten Deutschen am liebsten Fleisch, wenngleich das Gemüse und andere vegetarische Gerichte auf dem Vormarsch sind. So sind sich 94,3 Prozent einig, dass Würstchen zu einem perfekten Grillabend dazugehören. 87,6 Prozent sehen das bei Schweinefleisch und Steaks genauso. Sie bevorzugen dabei Steaks vom Rind, aus Schweinebauch und -nacken sowie Hackfleisch-Frikadellen und andere Rindgerichte. 72,2 Prozent grillen am liebsten Geflügel, zum Beispiel in Form von Chicken Wings, Puten- und Hähnchenspießen sowie als Brathähnchen.

Ein gleich großer Anteil möchte beim Grillen außerdem nicht auf die beliebten Folienkartoffeln verzichten, die mit Quark gut zum Fleisch passen. 50,2 Prozent grillen auch Gemüse und machen damit ein bisschen mehr als die Hälfte der Deutschen aus. Fischgerichte vom Grill gibt es bei 46,1 Prozent, wobei hier Lachs mit einer Zitronen-Thymian-Mischung besonders beliebt ist. Lediglich 17 Prozent der Deutschen grillen auch Meeresfrüchte. Für sie zählen Garnelen, Hummer und Krabben zum Grillen einfach dazu.

Grillgewürze

Grillgewürzmischungen aus aller Welt – Eine Infografik von raima-grill.de

Gewürzmischungen: So würzen andere Länder ihr Grillgut

Rund um die Welt ist das Grillen beliebt und davon können Sie noch einiges lernen. Denn die leckersten und beliebtesten Grillgewürzmischungen können Sie bei verschiedenen Speisen auch hierzulande anwenden. Das Mutterland des Barbecues, die USA, machen es vor. In Nordamerika grillen die Menschen am liebsten Pulled Pork, Beef Brisket und Spareribs auf dem Smoker. Dass ihr Barbecue früher die Bezeichnung für eine spezielle Garmethode war, ist heutzutage kaum noch bekannt. Es wundert allerdings nicht, dass die Nord- und Mittelamerikaner eine solche Vielfalt an Gewürzmischungen haben. Die Mischungen können Sie mit den 17 Grundzutaten selbst zubereiten.

• Cajun Rub
Wie der Name bereits vermuten lässt, ist die „Rub“-Mischung eine Trockenmarinade, die Sie bis zu zwei Tage vorher in das Fleisch einmassieren. Cajun Rub stammt aus Louisiana und wird üblicherweise für Spareribs, Pulled Pork und Beef Brisket verwendet. Die typisch amerikanische Würzmischung passt allerdings auch zu Rind-, Schwein- und Geflügelgerichten sowie zu Speisen mit Kaninchen und Lamm.

• Kansas City Rub
Bei dieser Trockenmischung kommt es ebenfalls darauf an, das Fleisch bis zu 48 Stunden vorher einzureiben. Die Amerikaner nutzen den Kansas City Rub für Spareribs, Sie können die Mischung allerdings auch für andere Speisen mit Schwein nutzen.

• Texas-Würzmischung
Die Texas-Würzmischung müssen Sie nur wenige Stunden vor oder gleich während des Grillens anwenden. Diese BBQ-Sauce eignet sich gleichermaßen gut für Rind-, Schwein- und Lamm-Gerichte sowie für Speisen mit Geflügel, Fisch oder Kaninchen.

• Barbecue-Würzmischung
Bei der Barbecue-Würzmischung haben Sie ebenfalls die Wahl. Sie können die Marinade ein paar Stunden vorher oder gleich während des Grillens nutzen. Am ehesten gelingen Ihnen damit Gerichte mit Rind, Schwein, Kaninchen oder Lamm.

• Slap ya Mama
Die recht würzige BBQ-Marinade mit dem waghalsigen Namen „Slap ya Mama“ stammt wie viele Mischungen aus Louisiana. Sie eignet sich für Gerichte mit Rind, Schwein und Lamm sowie für Grillspeisen mit Fisch, Kaninchen oder Geflügel. Am besten nutzen Sie diese Marinade wenige Stunden zuvor oder gleich beim Grillen selbst.

• Jerk Melange
Diese BBQ-Würzmischung ist kreolischer Herkunft und passt beim Grillen besonders gut zu Fisch, Geflügel und Schwein. Sie können diese Grillgewürzmischung sowohl vorher als auch während des Grillens nutzen, um ein leckeres Aroma zu zaubern.

• Schuhbecks Mischung
Der ungekrönte Gewürzpapst nennt sich Alfons Schuhbeck und hat mit einer Münchener Würzmischung ein echtes Highlight geschaffen. Die Marinade des Sternekochs eignet sich zur vorherigen oder sofortigen Anwendung und passt besonders gut zu Schwein, Rind und Lamm.

• Italienische Mischung
Die Italiener haben mit ihrer Grillgewürzmischung ein leckeres Aroma für Gerichte mit Geflügel, Lamm, Fisch oder Kaninchen geschaffen. Sie sollten diese Mischung am besten vorab oder während des Grillens anwenden.

• Curry-Mischung
Mit dieser Grillmischung verfeinern Sie Fisch, Fleisch und Lamm. Das gelingt am besten, wenn Sie das Grillgut kurz vorm Grillen damit würzen. Asien ist bekannt für seinen Curry, der aus bis zu 50 einzelnen Gewürzen besteht. Da wundert es nicht, dass der Curry auch auf dem Grill nicht fehlen darf.

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